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Modeschöpfer: Miuccia Prada
„Meiner Erfahrung nach setzt sich eine gute Idee immer durch“
Was wohl kaum ein modebewusster Mensch erwartet: Miuccia Prada war Mitglied der kommunistischen Partei Italiens und in den 70er Jahren stark in der Frauenbewegung engagiert.
In einem Interview mit der Zeitschrift vogue schilderte sie, wie sie bereits damals als KP-Mitglied wohl zum Erstaunen ihrer Genossen in Modekleidung auftrat: Yves Saint Laurent oder Kenzo. Bereits als Kind sei sie klassisch angezogen gewesen.
Miuccia Prada wurde 1950 in Mailand geboren, studierte dort Politikwissenschaft, promovierte und machte anschließend eine Schauspielerausbildung an dem Mailänder Teatro Piccolo.
1971 tritt sie in das Familienunternehmen ein. Es handelt sich um eine traditionelle Lederwarenfabrik. Die elterliche Firma produzierte Gepäckstücke für eine konservative Klientel. Sie versteht es von Beginn an, Kunst und Kommerz erfolgreich zu verbinden. 1978 übernimmt sie die Leitung des Unternehmens.
Aus schwarzem Nylon entwirft sie einen kleinen Stadtrucksack, den berühmt gewordenen „Prada Bag“. Sie revolutioniert das Image der Firma. Von den Taschen und Schuhen führt der Weg zur ersten Damenkollektion im Jahr 1988.
Dann folgt 1993 ein Label für jüngere Frauen, als Name übernimmt sie ihren eigenen Kosenamen „Miu Miu“ und ein Jahr später entwirft sie Männermode und die Linie Prada Sport im Jahr 2000. Damit waren die 90er Jahre von einem immensen Wachstum bestimmt, die Marke Prada etablierte sich und gewann starken Einfluss.
Über Miuccia Prada urteilt der britische Modejournalist Marc Quinn: „Ihre Ästhetik ist höchst konventionell und individuell“. Ihre Kollektionen sind von schlichter Eleganz mit furiosen Mustern und Details.
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