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Das letzte Abendmahl:

Job für Restauratoren

Die letzte Restaurierung dauerte 20 Jahre. Doch das berühmteste Zeugnis abendländischer Malerei sieht immer noch aus, als sei jemand mit dem Topfschwamm am Werke gewesen. Leonardo da Vinci stellte das Werk im Jahr 1497 fertig. Der Verfall begann unmittelbar danach. Ursache: Die Arbeitsweise da Vincis.

 
Da Vinci lebte damals bereits über 12 Jahre in Mailand. Der Mailänder Herzog Ludivico Sforza hatte den Universalkünstler an seinen Hof geholt. Leonardo begann mit einem Griffel sein Werk auf der Wand zu skizzieren. Doch dann entschied er sich für eine Technik, die auf der Mauer nicht lange Bestand haben sollte, über die Jahrhunderte jedoch den Restauratoren immer wieder neue Arbeit bescherte.

Damals war bereits eine wirkungsvolle Art bekannt, eine Wand als Untergrund für ein Gemälde zu benutzen, man nannte diese Technik „al fresco“. Die Freskenmalerei verlangt aber vom Künstler ein rasches Arbeiten. Änderungen sind später nicht mehr möglich. Dabei muss die Wand feucht gehalten werden. Die Farben verbinden sich dann dauerhaft mit dem Putz. Nicht zu vermeiden gewesen wären dabei verschiedene „Nähte“ auf der Wand: Leonardos angestrebte Einheit des Gemäldes wäre nicht zu realisieren gewesen.

Der Meister entschied sich aus diesen Gründen für eine Tempera-Methode. Der Kunsthistoriker Carlo Bertelli vermutet in seiner Darstellung in Merian Mailand, die Arbeitsweise sei für Leonardo passender gewesen: „einmal wegen seinem Zwang zur Perfektion, dem Anspruch, ständig eingreifen und verbessern zu können, und zum anderen wegen seiner unsteten Arbeitsweise“. Fortwährend sei er zwischen Kloster und Corte Vechia, wo die erste Auftragsarbeit des Herzogs, die Leonardo nach Mailand geführt hatte, noch unvollendet war: eine riesige bronzene Reiterstatue.

Der Prior des Klosters muss Leonardo lästig geworden sein. Er verlor offenbar die Geduld mit dem zögerlichen Fortschreiten des Werks und trieb da Vinci zur Eile an. Als da Vinci kein Vorbild für den Kopf des Judas fand, obwohl er rastlos durch Mailand irrte, nahm er wohl Rache an dem nervigen Prior und zeichnete angeblich dessen Gesichtszüge auf den Kopf des Verräters Judas.

Bereits da Vinci entdeckte mit Schrecken, wie sich haarfeine Risse in der Wand bildeten. Zwei Jahrzehnte nach Vollendung zog sich bereits ein weißlicher Schleier über das Gemälde. Die Farben lösten sich zu Schuppen auf.

Die erste Aufarbeitung des Gemäldes begann der Maler Michelangelo Bellotti 1726. Er versuchte getrockneten Schimmel und Schleier zu entfernen. Doch die Säuberung hatte nur mäßigen Erfolg, wie auch weitere Restaurierungen im Laufe des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts.

Nicht nur Feuchtigkeit und Schimmel setzten dem Meisterwerk im Laufe der Zeit zu. Napoleons Besatzungstruppen nutzten den Speisesaal als Unterkunft, Pferdestall und Futterdepot. Etwa 150 Jahre später, 1943, schlug eine Bombe in das Kloster ein. Der Speisesaal wurde getroffen, eine Wand stürzte ein. Die Wand mit dem „letzten Abendmahl“ aber bleibe unversehrt, vorsorglich von den Mönchen gestützt durch Sandsäcke.

Die letzte Restaurierung kam nach fast 20 Jahren im Jahr 1999 zum Schluss. Damit wurde so gut wie möglich der Originalzustand des Gemäldes wieder hergestellt.

Leonardo kam es auf den Augenblick an, in dem Jesus seinen Jüngern vorhersagt, dass ihn einer von ihnen verraten werde. Dabei folgte Leonardo seinem Grundsatz, dass ein Maler den Geist eines Menschen nicht durch das Gesicht, sondern durch Haltung und Bewegung ausdrücken müsse.

Die Dominikanermönche von Santa Maria delle Grazie hatten da Vinci unter Vertrag genommen. Der Auftrag: Die weiß verputzte Mauer im Speisesaal mit dem „letzten Abendmahl“ zu verschönern – eine Fläche von 38 Quadratmetern.

(copyright: www.mailand.de)

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