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Mailand: Spitze bei Luftverschmutzung
Im Vergleich mit allen anderen italienischen Städten hat Mailand die schlechteste Luft, neben Palermo und Triest. Eine wissenschaftliche Studie hat jetzt ergeben: Wer sich einen Tag lang im Zentrum von Mailand aufhält, hat eine Luft geatmet, die dem giftigen Qualm von 15 Zigaretten entspricht.
In Europa kann sich keine Stadt mehr an diesen Tatsachen vorbei mogeln. Seit 1. Januar 2005 gilt ein neuer EU-Grenzwert für Feinstaub in der Luft. Erlaubt sind jetzt nur noch 50 Mikrogramm pro Kubikmeter. In Mailand hat man bereits über 190 Mikrogramm gemessen.
Die EU-Regelung erlaubt nur 35 Tage im Jahr, an denen der Grenzwert überschritten werden darf. In Mailand war das bereits im Februar erreicht. Der Verkehr musste still gelegt werden.
Die Autoren einer EU-Studie haben errechnet: Pro Jahr sterben in Europa 310.000 Menschen vorzeitig an Herz- und Kreislauferkrankungen, die durch Dieselabgase und andere Feinstäube verursacht oder zumindest gefördert werden. Feinstäube können tödlich sein. Im Schnitt verkürzen sie das Leben jedes Europäers um neun Monate.
Die Untersuchung macht deutlich, wo die Luftqualität besonders schlecht ist: in Norditalien, osteuropäischen Ländern, den Beneluxstaaten, aber auch in Teilen Nordrhein-Westfalens.
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